Die Theorie des systemischen Ansatzes


Als Systemischer Coach arbeite ich mit den Grundlagen des systemischen Ansatzes. Diese haben sich aus diversen Wissenschaften entwickelt. Die Wichtigsten sind dabei die System- und Kommunikationstheorie sowie die Kybernetik.

 

Der Begriff  "System" stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie "Zusammenstellung". Allgemein erklärt meint es, ein aus Teilen bestehendes zusammenhängendes Ganzes oder auch einen ganzheitlichen Zusammenhang von Dingen, Vorgängen oder Teilen.

 

Der systemische Ansatz sieht das Verhalten von Menschen zueinander entsprechend im Zusammenhang mit den für sie wichtigen Beziehungen zu anderen.

 

Jeder Mensch ist Element eines Systems bzw. Subsystems im übergeordneten System der Gesellschaft und steht ständig in Wechselwirkung mit anderen Subsystemen (Kollegen, Vorgesetzte, Familie, Partnerschaft, Freunde, Verein usw.). Jeder Aktion folgt aktiv oder passiv eine Reaktion. Der Mensch ist im übertragenen Sinne Teil eines Mobiles. Jedes Teil des Mobiles ist mit einem anderen verbunden. Gerät eines der Teile in Bewegung, geraten alle in Bewegung.

 

Diese Art der ganzheitlichen Betrachtung führt zum Erkennen und Verstehen von Problemsituationen. Hieraus lassen sich die entsprechenden Veränderungen hinsichtlich einer Verbesserung erarbeiten.

Quelle: Annette Mertens, Die Relevanz systemischer Konzepte in der sozialen Arbeit, 1999


Was bewirkt Systemisches Coaching?


Ich werde oft gefragt, was Systemisches Coaching bedeutet und wofür es gut ist, daher möchte ich es Ihnen nicht mit den üblichen Definitionen, sondern mit - hoffentlich - leicht verständlichen Worten erklären.

 

Wenn früher in Familien in irgendeiner Form verhaltensauffällige Kinder auftauchten, oft die sogenannten "schwarzen Schafe", begann man meist zunächst innerhalb der Familie, später auch mit professioneller Hilfe von außen, an diesen schwarzen Schafen "herumzudoktern". Meist wenig erfolgreich. Im Gegenteil, die Symptomatik des auffälligen Kindes verschärfte sich häufig. Statt dessen bezog man mit dem systemischen Ansatz das System Familie und das nähere Umfeld des Kindes bei der Ursachensuche erfolgreich mit ein, statt weiterhin an den Symptomen zu arbeiten.

 

‚Multicoloured Sheeps‘ – Schafe im Einklang, Foto: Annette Mertens
‚Multicoloured Sheeps‘ – Schafe im Einklang, Foto: Annette Mertens
Kopfschmerzen sind ein gutes Beispiel

Sie können ein Medikament dagegen einnehmen, was bei gelegentlichen Kopfschmerzen durchaus eine gute Lösung ist, um schnell weiter arbeiten zu können. Sie können jedoch bei regelmäßigen Schmerzen auch Ursachenforschung betreiben, um den Mangel an Flüssigkeit, Frischluft, Schlaf, Bewegung, gesunder Nahrung o. ä. zu beheben oder bei einer behandlungsbedürftigen Erkrankung einen fachkundigen Arzt aufsuchen.

Wir sind alle Teile verschiedener Systeme

So wie ein Kind immer Teil eines Familiensystems ist, sind wir alle Teile vieler verschiedener Systeme:

 

Wir sind Partner*innen, Freund*innen, Bruder/Schwester, Tochter/Sohn, Onkel/Tante, Mutter/Vater, Kolleg*innen, Chef*innen, Mitarbeiter*innen, Vereins- oder Parteimitglieder etc.

 

Dieses System vergleiche ich gerne mit einem Mobile

 

Gerät ein Element des Mobiles in Bewegung, geraten alle Elemente in Bewegung - ob sie wollen oder nicht. Verändern Sie etwas in Ihrem System, wirkt das auf viele, meist sogar auf alle Systeme, in denen Sie sich bewegen, egal ob beruflich oder privat. Arbeiten Sie z. B. an Ihrer Durchsetzungsfähigkeit wird Ihnen sicher schnell klar, dass sich diese Veränderung auf alle Bereiche Ihres Lebens auswirkt: Es macht es für die anderen Mitglieder Ihres Systems möglicherweise "ungemütlich". Sie können mit Widerstand und Aufbegehren reagieren. Auch darauf bereite ich Sie in einem Coaching vor.

Schwalben-Mobile, Foto: Annette Mertens
Schwalben-Mobile, Foto: Annette Mertens
Sie werden ein "besserer" Mensch

In der Regel wirkt sich Ihre Veränderung positiv auf Ihre gesamte Umgebung aus, denn wenn es Ihnen gut geht, profitieren alle davon: Sie arbeiten besser, sind gelassener, entspannter, aufmerksamer, gesünder, besser gelaunt, sehen besser aus usw.

 

Auf den Punkt gebracht, sind Sie für sich selbst und alle, die mit Ihnen zu tun haben, ein viel angenehmerer Mensch, weil Sie gut für sich sorgen und sich gut fühlen.

 

Als Systemischer Coach erarbeite ich gemeinsam mit Ihnen die Schritte bzw. Ziele, die nötig sind, um eine Veränderung, weg von einer Belastung hin zur Verbesserung, herbei zu führen. Das hört sich nach viel Arbeit an, doch das ist es meist gar nicht, denn selbst kleinste Veränderungen bewirken oft Großes.

Weitere Beispiele für Coaching-Themen:

Laufbahnplanung - Berufliche Orientierung - Persönlichkeitsentwicklung - Burnout-Prophylaxe/Stressbewältigung - Entlastung - Konfliktklärung - Perspektiven entwickeln - Blockaden/Hemmnisse auflösen - Selbstvertrauen stärken - Kommunikationsstörungen beheben - Reflektion - Angst vor Konfrontationen überwinden - Balance  finden - Ziele entwickeln uvm.

 

Wenn Sie mehr erfahren möchten oder Interesse an einem Coachingtermin haben, erreichen Sie mich am besten per Email über

 

coaching(at)annettemertens.de

 

oder telefonisch unter 0231- 28 63 494