Wir alle kennen Menschen, die selbst nie oder nur schlecht gelernt haben, anderen Grenzen zu setzen oder selbst keine Grenzen gesetzt bekommen haben. Gerade diese Menschen verhalten sich selbst oft übergriffig gegen andere. Und ich meine hier insbesondere die psychischen und emotionalen Grenzen, diese scheinbar unsichtbaren, feinen Linien, die nicht respektiert werden, wie z. B., was sich für dich richtig oder falsch anfühlt, was du zulässt oder ablehnst oder auch wie nah dir jemand, körperlich, emotional oder privat kommen darf.
Wann schließt sich die Tür?
Zu den Übergriffen zähle ich z. B. auch das unerwünschte und ungefragte Einmischen von Menschen (Freunde und Freundinnen, Bekannte, Kollegen und Kolleginnen u. a.) in deine Privatsphäre, speziell wenn es sich um bewusstes, vorsätzliches Ignorieren von Grenzen handelt, womöglich verbunden mit Macht-, Manipulations- oder Kontrollabsichten. Besonders belastend wird es, wenn es sich um langjährige Freundschaften handelt, bei denen eine/r der Beteiligten, die Grenzen quasi aus Prinzip nicht respektieren will und ernsthaft davon überzeugt ist, er/sie habe das Recht und die Pflicht sich ungefragt einzumischen. Bei mangelnder Einsicht endet diese Freundschaft häufig an dieser Stelle oder pausiert zumindest so lange, bis die betreffende Person vielleicht irgendwann Einsicht zeigt, falls das Vertrauen an dieser Stelle nicht eh schon unwiederbringlich ruiniert wurde.
Kennt ihr solche Situationen? Wie geht ihr damit um?
An welcher Stelle verschließt ihr die Tür für lange Zeit oder für immer?


Nelson Kattikat (Donnerstag, 05 Februar 2026 21:10)
Yes