Autos

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Autos. Überall. Rote Lichter, weiße Lichter. Die Sonne spiegelt sich im kalten Metall und den Fenstern, die die Welt nicht hinein lassen. Der Lärm der Fahrzeuge und die abgasschwangere Luft isolieren und reduzieren.
Menschen eilen zu Terminen, zur Arbeit.

Ist jemand gerne hier?

Die Autos fahren schnell. Manchmal. Oft langsam. Manchmal ist Sommer, mal ist es Winter oder etwas dazwischen. Das macht nichts. Vielleicht ist es dunkel, vielleicht liegt Schnee, vielleicht scheint die Sonne.

Das macht nichts.

Fahrzeuge über Fahrzeuge ziehen sich von Ort zu Ort, von Stadt zu Stadt, aufgereiht wie eine nie endende Schnur voller bunter, stinkender Perlen.

Weißt Du noch, wo Du bist?

Manche Autos hupen und drängeln, manche fahren langsam und geben Anlass zum Drängeln.

Auch das macht nichts.

Gesichtslos, planlos und scheinbar grundlos zieht sich die Karawane tagaus tagein durch die Straßen. Jeder ist sein eigener König – anonym, verborgen in einem selbstgebauten Käfig.

Weißt Du, dass im Auto nebenan ein Mensch sitzt?

Heute Morgen fuhr ich auf. Ein kleiner Lieferwagen ließ mir die Zeit und den Raum, dies entspannt zu tun. Ich hob die Hand zum Dank. Der Mensch im anderen Auto blinkte mich freundlich mit seinen Lichtern an.

Das macht was.

Text: Anke Stenda

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