Wie gut bist du zu dir? Wie gut bist du zu anderen?

Meine These: Nur wer fürsorglich und liebevoll mit sich selbst umgeht, kann fürsorglich und liebevoll mit anderen sein.

Ist genau das das Problem unserer Zeit? Sind wir mit uns selbst nicht liebevoll genug? Sind wir deshalb oft kalt und hartherzig mit Menschen, die weniger Glück hatten? Die vielleicht das Pech haben, in weniger sicheren Verhältnissen geboren worden zu sein? Oder familiär? Finanziell? Hinsichtlich Bildung, Gesundheit/Krankheit oder Behinderung? Oder regional am falschen Platz auf der Erde in Bezug auf Erdbeben, Vulkanausbrüche, Kriegsgebiete, Dürre oder Überflutung?

Wie liebevoll gehst du mit dir selbst um? Verlangst du dir immer alles ab?

Schonst du dich nie und erwartest das ebenso von anderen? Im Ruhrgebiet heißt es oft „Nur die Harten kommen in den Garten“. Hat aber nicht – neben der zuvor erwähnten großen Portion Glück – nur der- bzw. diejenige eine Chance, ein Leben lang für sich und andere da zu sein, der oder die gut und fürsorglich mit sich selbst umgeht? Wer wie ein*e Hochleistungssportler*in immer alles gibt, hält das in der Regel nicht lange durch. Schließen wir nicht sogar meist von uns selbst auf andere und setzen wir die Härte, die wir uns selbst abverlangen, bei allen anderen ebenso voraus?

Lässt uns das hart, kaltherzig und lieblos mit uns selbst und allen anderen werden?

Glücklicherweise sind die meisten von uns nicht so extrem, trotzdem möchte ich immer mal wieder dazu anregen, sich oder auch anderen die Frage zu stellen:

Wie liebevoll bist du mit dir? Mit anderen Menschen? Tieren? Pflanzen?

Ich freue mich auf eure Gedanken und Ideen dazu.

Text: Annette Mertens

Foto: Daniela K.

 

Foto: Daniela K.

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