Ja, ich denke , wir brauchen Gentleman und Gentlewoman, denn:
Sie machen unsere Welt zu einem besseren Ort.
Immer wieder stelle ich fest, dass die Balance überall ihren Weg findet: Es zeichnet sich, entgegen dem derzeitigen Mainstream, ganz leise – eben ‚gentlemanlike‘, ein Trend ab, den ich sehr willkommen heiße:
Gute Manieren
und zwar nicht in einer künstlich aufgesetzten Art, sondern so verinnerlicht, wie wir uns das bei einem Gentleman wie Colin Firth in „Kingsman: The Secret Service“ vorstellen, wenn er nicht gerade die Bösen verhaut.
Es geht darum, dafür zu sorgen, dass sich Menschen in unserer Umgebung wohl fühlen. Das gilt übrigens für Frauen und Männer gleichermaßen! Dafür brauchen wir uns gar nicht anstrengen: Ein freundliches Grußwort an die Frau hinter dem Bäckertresen, verbunden mit einem Lächeln, versüßt allen den Tag. Ihr wisst schon, was ich meine, diese unzähligen, alltäglichen Situationen, in denen so viele gereizt durchs Leben hasten. Macht euch und euren Mitmenschen das Leben angenehmer. Und wenn sich so ein unhöflicher, gestresster Mensch gerade in euren Dunstkreis verirrt, lasst euch davon nicht aus der Ruhe bringen, sondern nehmt es mit Humor. Die ‚Gentlefizierung‘ ist bei ihm noch nicht angekommen – alles eine Frage der Zeit :-)
(Anm.: gentle (engl.) bedeutet u. a. liebenswürdig, leicht, sanft)
Die Dosis macht auch hier das Gift
Ich meine nicht diese übertriebene Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft mancher Mitmenschen, die es zu gut meinen. Bei denen fühle ich mich ganz schnell genervt, bedrängt und überrumpelt.
Meist reicht doch schon ein einfaches „Darf ich kurz helfen?“, ohne dass mir gleich alles aus der Hand gerissen wird, wenn ich gerade mit einem dicken Paket unter dem Arm, Post in der einen Hand, Einkaufstasche in der anderen, mir ein freundlicher Nachbar ganz nebenbei die Tür aufhält. Ich weiß, die meisten von euch sind und haben solch nette Nachbarn (Ich grüße an dieser Stelle meine lieben Nachbarn, falls sie zufällig mitlesen. Über euch gibt es nix zu meckern ;-) )
Gehörst du zu den Gestressten, denen alle nur im Weg rumstehen?
Mach es doch einfach mal anders. Verhalte dich paradox: Sei liebenswürdig oder schenke dem Nächsten, der dir begegnet, ein Lächeln. Wenn du viel mit dem Auto unterwegs bist, setze beim Abbiegen oder Spurwechsel den Blinker, schenke jemandem die Vorfahrt, verzeihe die Fahrfehler der anderen, denn weißt du ganz genau, dass du nie welche machst? Ich bin mir sicher, die Welt wird es dir danken, auch wenn du es nicht immer sofort merken wirst. Es fühlt sich übrigens gut an, dabei großzügig zu sein.
Wer dafür Unterstützung sucht: www.annettemertens.de
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Text + Foto: Annette Mertens


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